Film-Reihe: AFRIKA neu ENTDECKEN. In Vorbereitung auf das gleichnamige Kulturfestival vom 14.-23. August 2026, organisiert von der Kulturinitiative Hillesheim und dem Forum Eine Welt, zeigen wir monatlich einen Film, der abseits von Klischees neue Einblicke in die Vielfalt dieses riesigen Kontinents gibt. Nach DAHOMEY, MY FATHER’S SHADOW und SORRY FOR THE GENOCIDE zeigen wir am 15. Juni um 19:30 Uhr RAFIKI.

„Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen“ – Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie es zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsames Glück.

„Afro-Bubblegum, so der Name des Mediennetzwerkes, das unterhaltsame und progressive afrikanische Kunst wie RAFIKI fördert und produziert, ist für Kahiu zu einer Art Genre-Begriff geworden, der fröhliche Geschichten aus Afrika bezeichnet. Die 1980 in Nairobi geborene Kahiu gilt als Stimme einer neuen Generation afrikanischer Filmemacherinnen, die mit dieser, nicht zuletzt dekolonialisierend wirkenden Sprache die vorherrschenden Bilder von Afrika als leidvollem „Herz der Finsternis“ bekämpfen will.

Tatsächlich ist man in RAFIKI durchaus mit den eigenen limitierten Vorstellungen eines „afrikanischen Kinos“ beschäftigt, wenn man sich angesichts der exzessiven candyfarbenen Ästhetik die Augen reibt. Dass die Geschichte mitunter ein wenig vorhersehbar ist, stört wenig. Denn mit ihrer Verbindung aus Feminismus, afrofuturistischen Elementen, lokalen Traditionen, Pop und Bubblegum, etwa in dem tollen Mix aus traditionellen afrikanischen Stoffen und moderner, eher mit Hiphop assoziierter Streetwear – kreiert Kahiu eine neue, emphatische Ästhetik – „Be the way to go“.“ (filmdienst.de)

 

  • Kenia 2019
  • Regie: Wanuri Kahiu
  • mit Samantha Mugatsia (Kena Mwaura) · Sheila Munyiva (Ziki Okemi) · Jimmi Gathu (John Mwaura) · Nini Wacera (Mercy) · Dennis Musyoka (Peter Okemi) · Patricia Amira (Rose Okemi) · Neville Misati (Blacksta)
  • 83 min
  • frei ab 12
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