Film-Reihe: AFRIKA neu ENTDECKEN. In Vorbereitung auf das gleichnamige Kulturfestival vom 14.-23. August 2026, organisiert von der Kulturinitiative Hillesheim und dem Forum Eine Welt, zeigen wir monatlich einen Film, der abseits von Klischees neue Einblicke in die Vielfalt dieses riesigen Kontinents gibt.
In diesem Rahmen zeigen wir eine Preview von SORRY FOR THE GENOCIDE in Anwesenheit der FilmemacherInnen. Die finale Filmversion feiert seine Weltpremiere auf der doxumentale 2026 Ende Mai. Der Dokumentarfilm ist eine Reise in eine komplizierte, doch gemeinsame Geschichte zwischen Namibia und Deutschland, die noch heute durchaus präsent ist. Zwischen 1904 und 1908 töteten deutsche Kolonialtruppen im heutigen Namibia bis zu 100.000 Menschen – ein Verbrechen, das Historiker*innen als den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts bezeichnen.
Über ein Jahrhundert später will Deutschland diesen Genozid offiziell anerkennen und mit der sogenannten „Joint Declaration“ eine Entschuldigung aussprechen. Doch das Abkommen stößt auf Widerstand innerhalb der betroffenen Communities. Insbesondere die Nachfahren der Ovaherero- und Nama-, sowie der San- und Damara-Communities, die die Gräueltaten direkt trafen, fühlen sich ausgeschlossen. In den Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen bleiben ihre Stimmen ungehört. Sie verlangen Gerechtigkeit und Mitbestimmung über ihre eigene Geschichte.
Der Film lässt alle zu Wort kommen, um das zu erreichen, was bisher scheiterte – eine Aussöhnung, die alle Beteiligten einbindet und die Frage nach einer gemeinsamen Zukunft stellt.
Die FilmemacherInnen Theodora Shandé und Matteo Saint’Unione werden am Montag, den 11.5. um 19 :30 Uhr ihren Film persönlich vorstellen und gerne mit euch ins Gespräch kommen. Der Film wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.
- Deutschland/Namibia 2025
- Regie: Theodora Shandé, Matteo Saint’Unione, Lisa Ossenbrink
- Dokumentarfilm
- 90 min