Mike Sardina (Hugh Jackman) ist einer dieser Musiker in der zweiten Reihe. Klasse Stimme, virtuos an der Gitarre – aber es kann ja nicht jeder ein Superstar werden. Mike tingelt, um Geld zu verdienen, als Star-Imitator durch die Provinz. Eines Tages trifft er backstage zwischen Elvis- und James Brown-Lookalikes Claire (Kate Hudson), die alle großen Country-Ladies drauf hat.
Claire hat nicht nur eine sensationelle Stimme, sondern auch die Idee, was noch fehlt auf dem Musik-Nostalgie-Markt: Eine Neil-Diamond-Tribute-Show.
Bei dem extremen Auf und Ab in dieser Geschichte könnte man dem Drehbuchautor vorhalten: Echt übertrieben! Aber genau so ist es passiert. Lange hat man mit Filmfiguren nicht derart intensiv mitgefiebert und mitgelitten. „Song Sung Blue“ ist ein absolut mitreißender Film über die Liebe zwischen zwei Menschen, die sich gut tun, aber vor allem ist es ein Film über die Liebe zur Musik.
Kate Hudson versprüht als Claire nahezu Funken, wenn sie im Scheinwerferlicht auf der Bühne stehen darf – ein wunderbares Kino-Comeback für sie. Und nebenbei hat sie, genau wie Hugh Jackman, einfach eine super Stimme. „Song Sung Blue“ ist eine Verbeugung vor all den kleinen Musikern, die eben nicht die großen Hallen bespielen, sondern mit genau so viel Leidenschaft das Thai-Restaurant von nebenan. Ihr Auftritt ist ja genauso viel wert, wenn das Publikum eine gute Zeit hat. Am Ende dieses Films hat man die zwei singenden Underdogs ganz tief ins Herz geschlossen.
- USA 2024
- Regie: Craig Brewer
- mit Hugh Jackman, Kate Hudson,
- 132 min
- frei ab 12