Per Ruderboot wird Marianne an eine abgelegene Küste der Bretagne gebracht. Wir schreiben das Jahr 1770, die Französische Revolution liegt noch etliche Jahre in der Zukunft, die Rolle der Frau in der Gesellschaft ist festgeschrieben. Umso ungewöhnlicher ist Mariannes Metier: Sie ist Portraitmalerin und hat nun einen neuen Auftrag angenommen. Eine verwitwete italienische Gräfin beauftragt sie, dass Bild ihrer Tochter Héloïse  zu malen. Dieses Bild ist dringend notwendig, um die geplante, arrangierte Ehe von Héloïse zu bestätigen. Diese ist einem ihr unbekannten Mann im fernen Mailand versprochen, der sie nie gesehen hat.

Doch Héloïse sträubt sich gegen diese arrangierte Verbindung, weigert sich, für das Portrait Modell zu sitzen. So muss Marianne im Geheimen, aus dem Gedächtnis malen und blickt Héloïse während gemeinsamer Spaziergänge an der rauen Küste umso eindringlicher an.

Die Bundeszentrale für Politische Bildung schreibt dazu: „Céline Sciammas neues Werk Porträt einer jungen Frau in Flammen ist unser Film des Monats November, weil Sciamma mit ihrer klugen Bildgestaltung einen anderen Blick ermöglicht – auf Geschichte und Geschlechterordnung, auf Kunst und Malerei und auf die Repräsentation von Körpern im Film.“

  • Frankreich 2019
  • Regie: Céline Sciamma
  • Mit: Noémie Merlant, Adèle Haenel, Luàna Bajrami, Valeria Golino
  • FSK: 12
  • Spieldauer: 119 Min.
Donnerstag 05.12. um 20.00 I Samstag 07.12. um 20:30 I Sonntag 01.12. um 18.00 | Montag 09.12. um 15:00 und 20.30|