Jedes Jahr finden Animationsfilme den Weg ins Kino, die nicht aus den typischen Hollywood-Schmieden kommen. Kleinere, europäische Produktionen, die vielleicht nicht mit technischem Neuland punkten können, aber ansprechend animiert sind. Und noch wichtiger: Sie erzählen Geschichten etwas anders. So wie die dänische Produktion „Mina und die Traumzauberer“, die sich ernste Momente erlaubt, als die Protagonistin erkennt, dass sie im Traumland herumspazieren und die Träume anderer manipulieren kann. Zugleich lebt der Film aber auch von seiner überbordenden Phantasie.

Mina lebt mit ihrem Vater alleine in einem abgelegenen Haus – zusammen mit ihrem Meerschweinchen Viggo Mortensen. Aber ihr Vater hat sich neu verliebt und diese Frau zieht nun mit ihrer Tochter Jenny bei den beiden ein. Jenny ist ein hochnäsiges, oberflächliches Mädchen, das so gut wie immer bekommt, was sie will. Und jetzt will sie, dass Viggo Mortensen, den sie als Ratte verunglimpft, entfernt wird. Das wiederum will Mina auf keinen Fall zulassen. Da trifft es sich gut, dass sie bei einem ihrer letzten Träume hinter die Kulissen blicken konnte. Ein Riss in der Wand des Bühnenbilds erlaubte ihr, mit den Traumzauberern in Kontakt zu treten. Nun bittet sie den Traumzauberer Gaff, ihr mit Jenny zu helfen, denn Mina hat herausgefunden, dass man das Verhalten von Menschen durch ihre Träume beeinflussen kann. Das funktioniert erst gut, dann wacht Jenny jedoch nicht mehr auf …

 

  • Dänemark 2020
  • Regie: Kin Hagen Jensen
  • Animationsfilm
  • FSK 0
  • Spieldauer: 78 Min.
geplant