Kaum ein Musiker des 20. Jahrhunderts war auch über sein Genre so einflussreich wie der Jazz-Trompeter Miles Davis. Wie seine Versuche, die Grenzen des Jazz zu überwinden, spätere Generationen beeinflusste, ist einer der vielen Aspekte von Stanley Nelsons im Ansatz zwar klassisch-konservativer, durch das zusammengetragene Material aber dennoch herausragender Dokumentation „Miles Davis: Birth of the Cool“.

…Geboren 1926 in Illinois, aufgewachsen in East St. Louis, wo die Familie Davis zwar in verhältnismäßigem Wohlstand lebte, als Schwarze aber dennoch Opfer der damals noch besonders alltäglichen Diskriminierung wurden, fand Miles Davis schon in jungen Jahren zum Jazz. Als 18jähriger stand er bereits mit dem legendären Charlie Parker auf der Bühne, nahm ein paar Jahre später die Songs auf, die später als „Birth of the Cool“ veröffentlicht wurden und nicht nur den so genannten Cool Jazz begründeten, sondern auch ihn selbst als einen der coolsten Menschen seiner Ära etablierten…

…Als Einführung in Leben und Kunst von Miles Davis ist Stanley Nelsons „Miles Davis: Birth of the Cool“ uneingeschränkt zu empfehlen, aber auch Kenner eines der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts werden viel Neues entdecken können. So intensiv lebte Miles Davis, dass sein Leben und seine Karriere nicht so schnell zu Ende erzählt sein werden. Und seine Musik ist ohnehin unsterblich. (Michael Meyns, programmkino.de)

 

  • USA 2019
  • Regie: Stanley Nelson
  • Darsteller: Dokumentarfilm
  • FSK 0
  • Spieldauer: 115 Min.
Freitag 03.07. um 20:45 | Samstag 04.07. um 18:00 | Sonntag 05.07. um 20:45 | Montag 13.07. um 20:30