Dass auch im beschaulichen, malerischen Island die Folgen des Kapitalismus immer deutlicher zu spüren sind, war schon in „Gegen den Strom“ zu sehen. Auch Grímur Hákonarson zeigt in seinem neuen Film „Milchkrieg in Dalsmynni“ eine starke Frau, die sich allein gegen die männliche Übermacht zur Wehr setzt. Ein inzwischen geradezu klassischer isländischer Film.

Inga und ihr Mann betreiben in der isländischen Provinz eine kleine, hochverschuldete Milchfarm. Plötzlich verwitwet, will Inga ihrer beruflichen Misere ein Ende setzen. Die für die Probleme Verantwortlichen hat sie längst ausgemacht: Es ist die lokale Kooperative, die ihre Monopolstellung gnadenlos ausnutzt und die Bauern mit mafiösen Methoden drangsaliert. Über soziale Medien, mit mutigen Mitstreitern und sogar mit stinkender Gülle macht Inga ihren Standpunkt klar. Ihr Ziel: die Gründung einer Gegengenossenschaft.

Am Sonntag, 01.03. um 18.00 Uhr wird Kurt Kootz,  der Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz des BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V.), anwesend sein und uns von den Problemen mit der Milcherzeugung und Vermarktung in Deutschland berichten.

  • Island, Dänemark, Deutschland 2019
  • Regie: Grímur Hakónarson
  • Darsteller:Arndís Hrönn Egilsdóttir, Sveinn Ólafur Gunnarsson, Sigurdur Sigurjónsson, Hinrik Ólafsson, Hannes Óli Ágústsson, Edda Björg Eyjólfsdóttir
  • FSK: 6
  • Spieldauer: 92 Min.
Freitag 28.02. um 18:00 | Samstag 29.02. um 18:00 | Sonntag 01.03. um 18:00 mit Gast | Montag 02.03. um 20.:00