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… die kleine Laura (Emilia Kowalski) (fühlt sich) nach dem Umzug vom Land in die Stadt noch nicht ganz wohl in der aktuellen Situation. Sie findet aber in der außerirdischen Kraft eines vom Himmel gestürzten Sterns die Zuversicht, mit der Situation umgehen zu können. Dem Stern bricht beim Sturz ein Zacken ab. Laura pflegt ihn mit einem Pflaster, bietet ihm einen Schlafplatz in ihrem Bett. Die beiden werden Freunde.

Die Interaktion zwischen Laura und dem Stern hat etwas Magisches, weil er weder spricht noch ein Gesicht hat, aber agieren kann wie ein großer Stummfilm-Mime. Seine Animation ist organisch und glaubhaft. Es ist schmerzvoll, wenn sein Leuchten abnimmt und stimmungsaufhellend, wenn er wieder zu leuchten beginnt. Und er kann sogar entspannt in der Badewanne liegen. Die gemeinsame Abenteuergeschichte der beiden hat eine traumartige Qualität, die durch den opulenten und großen Score von Hans Zimmer, Nick Glennie-Smith und Henning Lohner, den diese für den Zeichentrickfilm komponierten und der hier neu arrangiert wurde, noch leichter zu schweben beginnt.

Ein visuelles Highlight ist dabei sicherlich, wenn Laura auf dem Stern – wie einst Bastian auf Fuchur in „Die unendliche Geschichte“ – zu ihrer Mutter durch die Luft ins Opernhaus reitet, um dieser rechtzeitig einen vergessenen Gegenstand nachzubringen. Überhaupt wirken die Spezialeffekte wohl dosiert und stimmig. Es ist eine wundervolle Traumwelt, in die man da abtauchen kann – ohne große Konflikte oder künstlich überhöhte Bösewichte. „Lauras Stern“ ist ein sehr gelungener Kinderfilm, der mit einem Kino voller Kinder gleich nochmal doppelt so viel Spaß macht…

(Michael Müller, programmkino.de)

Prädikat: besonders wertvoll

 

  • Deutschland 2020
  • Regie: Joya Thome
  • Realfilm mit Emilia Kowalski, Michel Koch, Jonas May, Luise Heyer, Ludwig Trepte
  • Spieldauer: 79 Min
  • frei ab 0
geplant