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Rund um ein Dorf in Bayern geschehen Morde. Kinder und Frauen werden bestialisch verstümmelt und umgebracht. Zuerst glaubt man, ein Wolf könnte daran schuld sein, dann jedoch wird allen klar, dass es ein Mensch gewesen sein muss. Welcher, ist da fast schon nicht mehr von Belang. Ein Mann, den man zum Sündenbock machen kann, wird eingesperrt und soll zum Geständnis gezwungen werden. Denn verhandelt wird nach dem Regelwerk des berüchtigten Hexenhammers, der aber voraussetzt, dass der Schuldige auch gesteht. Immer mehr steigern sich die Dorfbewohner hinein, den vermeintlich Schuldigen zum Geständnis zu zwingen, um ihn danach aburteilen zu können.

„Hundswut“ basiert nicht auf einem tatsächlich überlieferten Fall einer Hexenverfolgung, ist aber inspiriert von einem der letzten solcher Prozesse und verlagert in ein bayerisches Dorf des Jahres 1932 – zu einer Zeit, als alles im Umbruch war und die Machtergreifung der Nationalsozialisten wenig später stattfand. Daniel Alvarengas Film ist gelungen, zeigt er doch den Wahnsinn, den religiöses Eifern, aber auch das Suchen nach einem Sündenbock erzeugen.

  • Deutschland 2023
  • Regie: Daniel Alvarenga
  • mit Markus Brandl, Christine Neubauer, Christian Tramitz, Hajo von Stetten
  • Spieldauer: 129 Min
  • frei ab 16
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