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Wir zeigen den Film in unserer Reihe “ Wie wollen wir leben?“

Das Modell Kommune schien nach den Erfahrungen der 68er Generation eher diskreditiert, doch angesichts der Entwicklungen moderner Gesellschaften wird es wieder populärer. Welche Möglichkeiten sich durch abseits von staatlichen Strukturen privat organisierte Institutionen ergeben, deutet Carmen Eckhardt in ihrer Dokumentation „Homo Communis – wir für alle“ an.

Die Dinge selbst in die Hand nehmen, sich von den Strukturen der kapitalistisch geprägten Gesellschaft lösen? Ein hehres Ziel, das angesichts der Verflechtung sämtlicher gesellschaftlicher Sphären auch leichter gesagt als umgesetzt ist. Dementsprechend unterschiedlich und vielseitig – in Zielen wie Ansprüchen – sind die Organisationen und Projekte, die Carmen Eckhardt in ihrer lose strukturierten Dokumentation „Homo Communis – wir für alle“ vorstellt.

Meist in Deutschland hat die Regisseurin gefilmt, den Anfang ihres Films macht jedoch ein Projekt in Venezuela, dass seit Ende der 60er Jahre besteht. Cecosesolo heißt das Projekt im Bundesstaat Lara, das 1967 gegründet wurde und ein Verbund solidarischer Genossenschaften ist. Der Schwerpunkt liegt im Anbau von Lebensmitteln und der Gesundheitsversorgung, aber auch ein Beerdigungsinstitut ist Teil der Organisation. Über 20.000 Mitglieder hat der Verbund inzwischen und setzt mit seinen Produkten gut 100 Millionen Dollar um.

Viel kleiner sind dagegen private landwirtschaftliche Initiativen in Deutschland, die vorgestellt werden, Lernbauernhöfe, auf denen Kinder lernen, dass Milch nicht aus dem Supermarkt kommt, sondern aus einer Kuh, in der Selbstversorgung und Abkopplung vom Markt gelebt wird…

(Michael Meins, programmkino.de)

 

  • Deutschland 2020
  • Regie: Carmen Eckhard
  • Dokumentarfilm
  • Spieldauer: 97 Min
  • frei ab 0
geplant