Mit seinem nunmehr 20. (!) Spielfilm innerhalb von gerade einmal 22 Jahren fasst der französische Autorenfilmer François Ozon ein derart heißes Eisen an, dass man es auf der Leinwand noch glühen zu sehen scheint. Doch „Gelobt sei Gott“ ist keine plumpe Provokation, sondern emotionales Wachrüttelkino. Ein emotional starkes, wichtiges Stück großes Kino, wie es auch schon der thematisch ähnlich gelagerte „Spotlight“ war.

Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019 und mit dem Publikumspreis der Französischen Filmtage Bonn 2019
Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist …

Wegen Überlänge Eintritt 8€ – Am Donnerstag, 26.09., um 19.00 Uhr werden Mitglieder von MissBit anwesend sein und im Anschluss an den Film mit dem Publikum diskutieren. Frau Neumann von der Lebenshilfe Gerolsltein , die Präventionsbeauftragte des Bistums Trier wird ebenfalls für Fragen zur Verfügung stehen. (MissBiT ist eine unabhängige Selbsthilfeorganisation von Betroffenen sexuellen Missbrauchs und sexualisierter Gewalt durch Angehörige der katholischen Kirche im Bistum Trier.)

  • Frankreich 2019
  • Regie: François Ozon, Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud
  • Mit: Marthouret, Bernard Verley, Josiane Balasko, Martine Erhel, Hélène Vincent
  • FSK: 6
  • Spieldauer: 138 min.
Samstag 16.11. um 20:30 I Sonntag 17.11. um 18:00 | Montag 18.11. um 15:00