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Wir zeigen den Film in unserer Reihe „Vergissmeinnicht“
Édouard leidet an Alzheimer. Als Historiker war er es gewohnt, Vorträge vor vielen Menschen zu halten. Nun fühlt er sich gezwungen, seine Worte exakt zu wählen. Er verliert sich zunehmend. Neuen Schwung in sein Leben bringt die Tochter seines Schwiegersohns, die selbst unsicher durch ihr Leben navigiert. Schaffen es beide, ihr Dasein in eine positive Richtung zu lenken? Die kanadische Produktion „Du wirst mich in Erinnerung behalten“ ist mehr als ein Film über Demenz und die Folgen der Krankheit. Die intelligente, hintersinnige Tragikomödie beleuchtet die Bedürfnisse und Ängste verschiedener Generationen und betont die positiven Wirkungen tiefgehender menschlicher Beziehungen.
Tremblay und Rémy Girard verleihen der Beziehung zwischen Édouard und Bérénice eine erstaunliche Tiefe. Auch, weil das Drehbuch ihnen eine Weiterentwicklung und einen Reifeprozess gestattet. Dabei geht es nicht nur trist oder melancholisch zu, denn Tessier lässt viel Raum für humorvolle Zwischentöne und augenzwinkernde Running Gags (Stichwort: Notizbuch). Bérénices Credo lautet: Lebe im Hier und Jetzt. Genieße den Moment. Allein das hat beachtliche Auswirkungen auf Édouard. Gelungen mit der Gegenwartshandlung sind zudem die Rückblenden verwoben, die unter anderem einen Blick zurück in die Anfänge der Beziehung zwischen Édouard und Madeleine gewähren. Oder auf ein tragisches Familienereignis, bei dessen Bearbeitung Bérénice eine bedeutende Rolle zukommt.
  • Kanada 2020
  • Regie: Eric Tessier
  • Rémy Girard, France Castel, Julie LeBreton, Karelle Tremblay
  • Spieldauer: 108 Min
  • frei ab 12
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