Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit der Caritas Westeifel im Rahmen der interkulturellen Woche.
Die engagierte Isabelle hilft bei gemeinnützigen Einrichtungen, eilt von einem Bedürftigen zum nächsten, von der Kleiderspende zur Suppenküche. Isabelle ist einfach süchtig nach Wohltätigkeit. Mit viel Leidenschaft unterrichtet sie Lesen und Schreiben in einem Sozialzentrum. In der Parallelklasse unterrichtet die junge Elke, die mit ihren modernen Methoden Alphabetisierungs-Wunder bewirkt. Plötzlich ist es mit Isabelles Sanftmut vorbei, und ihr Eifer gerät außer Kontrolle…
Wie reagiert man auf eine Person, die an akutem Helfersyndrom leidet? Gilles Legrands Komödie handelt von Isabelle, einer Mittfünfzigerin, die allen und jedem helfen muss und dabei ihre eigene Familie vernachlässigt. Wie ihr Engagement ihr selbst über den Kopf wächst, zeigt der Film auf witzige und überspitzte Weise, spricht dabei aber wichtige gesellschaftliche Themen wie Migration, Integration und Familie an. In der Hauptrolle glänzt Frankreichs Star-Mimin Agnès Jaoui als bemühte und zugleich überforderte „Gutmenschin“.
Isabelle kann Berufliches nicht von Privatem trennen und behandelt ihre Schützlinge mehr als Familie als ihre leiblichen Kinder oder ihren Ehemann. So steuert der Film unweigerlich auf ein so überzogenes wie vergnügliches Finale zu, aus dem am Ende freilich doch Gutes entsteht. Wenn alle zusammenhalten und Verständnis füreinander aufbringen, kann es klappen, lautet das versöhnliche Fazit dieser unterhaltsamen Komödie.
  • Frankreich 2018
  • Regie: Jean-Paul Salomé
  • mit Agnès Jaoui, Alban Ivanov, Tim Seyfi, Claire Sermonne, Michèle Moretti, Philippe Torreton, Eric Viellard, Marie-Julie Baup, Didier Benureau
  • FSK 0
  • Spieldauer: 104 Min.
in der ersten Oktoberwoche