40% der Obdachlosen in Frankreich sind Frauen. Und mit Frauen, die einst selbst auf der Straße lebten hat Louis-Julien Petit seine sozialrealistische Komödie „Der Glanz der Unsichtbaren“ gedreht, die sich in Frankreich zum Überraschungserfolg entwickelte und über eine Millionen Zuschauer ins Kino zog.Im Norden Frankreichs leitet Manu (Corinne Masiero) ein Tageszentrum für obdachlose Frauen. Jeden Morgen, kurz vor acht Uhr öffnen Manu und ihre Mitarbeiterinnen Audrey (Audrey Lamy), Angélique (Déborah Lukumuena) und Hélène (Noémie Lvovsky) die Pforten. Zu diesem Zeitpunkt stehen die Frauen unterschiedlichen Alters, manche sehr jung, die meisten älter, verlebt, schon länger an, warten darauf, sich im Aufenthaltsraum auszuruhen, einen Kaffee zu trinken, zu duschen.

Abends müssen sie wieder hinaus, müssen hoffen, dass sie in einer Unterkunft ein Dach über dem Kopf finden, dass ihnen auf der Straße nichts passiert. Zu wenig für Audrey, die den Frauen unbedingt dabei helfen will, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, einen festen Wohnsitz zu bekommen, vielleicht sogar eine Arbeit. Doch der Übergang von der Obdachlosigkeit zu einem gesellschaftlich normierten, strukturierten Leben ist schwierig. Dabei haben viele der Frauen früher gearbeitet, im Büro, als Schreibkraft, in unterschiedlichsten Berufen.

Auch wenn sie es laut dem Gesetzt nicht dürfen, versuchen Audrey und ihre Kolleginnen den Frauen aktiv zu helfen, organisieren Workshops und lassen die Frauen sogar in der Unterkunft übernachten. Auch wenn dies nur kleine Schritte sind: Das Selbstvertrauen und die Selbstachtung der obdachlosen Frauen steigt enorm.
Am Sonntag, 10.11., 18.00 Uhr zeigen wir den Film in Zusammenarbeit mit der Soroptimistinnen (aus dem Lateinischen für Beste Schwestern) unter dem Motto: „Von Frauen für Frauen: So geht das auch! Das Frauennetzwerk der Vulkaneifel stellt sich vor! Spenden gehen an ein regionales Frauenhaus“ Der Eintritt zu dieser Vorstellung kostet 8,50 €.

  • Frankreich 2018
  • Regie: Louis-Julien Petit
  • mit: Audrey Lamy, Corinne Masiero, Noémie Lvovsky, Déborah Lukumuena, Adolpha van Meerhaeghe, Patricia Mouchon
    FSK: 6
  • Spieldauer: 102 min.
Samstag 09.11. um 20:30 I Sonntag 10.11. um 18:00 | Montag 11.11. um 20:30