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Wunderbar schwungvoll und gleichzeitig poetisch präsentiert sich eine liebenswerte Dramödie aus Indien: Ein Junge entdeckt seine große Liebe … das Kino, und er kommt nicht mehr davon los.

Samay lebt mit seinen Eltern und der kleinen Schwester mitten in der indischen Provinz. Außer einer Bahnstation, die das abgelegene Nest mit der Außenwelt verbindet, gibt es praktisch nichts Besonderes in dem kleinen Dorf. Der Alltag ist hart für Samays Familie, die in großer Armut lebt. So kommt es für Samay überraschend, als der strenge Vater eines Tages verkündet, sie würden in die Stadt fahren und ins Kino gehen – es soll das erste und einzige Mal für Samay werden, dass er einen Film sieht. Kino und Film widersprechen nämlich Begriffen der Reinheit, denen sie sich als Brahmanen aus religiösen Gründen verpflichtet fühlen.

Der Besuch des Kinos wird für Samay zu einer Erfahrung, die sein Leben komplett verändert. Er ist vollkommen fasziniert von den neuen Welten, die sich für ihn öffnen. Von nun an hat er einen Lebensinhalt gefunden, und zwar im Komplettpaket. Er will Filme sehen, Filme machen und Filme zeigen. Samay freundet sich mit dem Kinovorführer an, wobei ihm die Kochkünste seiner Mutter behilflich sind, und lernt auf diese Weise den Vorführraum des Galaxy-Kinos von innen kennen. Endlich kann er so viele Filme sehen, wie er will – dafür wird dann eben die Schule geschwänzt. Er experimentiert mit Licht, probiert verschiedene selbstgebaute Apparaturen aus, und es dauert nicht lange, bis Samay auch seine kleine Schwester und seine Freunde mit dem Kinovirus infiziert hat. Doch seine neue Leidenschaft bleibt nicht lange verborgen, und zusätzlich zu den Problemen mit dem Vater und in der Schule drohen weitere Gefahren.

 

  • Indien/Frankreich 2021
  • Regie: Pan Nalin
  • mit Bhavin Rabari, Bhavesh Shrimali, Rahul Koli, Richa Meena, Dipen Raval, Paresh Mehta, Vikas Bata
  • Spieldauer: 110 Min
  • frei ab 12
Fr. 03.06. 20:30 | Sa. 04.06. 18:00 | So. 05.06. 20:30