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Seit ihrer frühesten Kindheit verbringen die 13-jährigen Léo und Rémi viel Zeit miteinander, in ihrer Vertrautheit wirken sie fast wie Brüder. Eines Tages aber ändert sich etwas in ihrem Verhältnis zueinander und es kommt zu einer irreversiblen Trennung.

Der Belgier Lukas Dhont, dessen erster Spielfilm – das Geschlechtsumwandlungsdrama „Girl“ – 2018 in Cannes die Goldene Kamera gewann, hat famose und poetische Bilder gefunden, um ein schweres Thema über für Irritation sorgende Erfahrungen im Kindheits- und Jugendalter an der Schwelle zum Erwachsenwerden zu behandeln. Dabei versteht es Dhont erneut, sich auf das im Grunde durch den zentralen dramatischen Zwischenfall überhaupt erst zutage tretende Gefühlsleben seiner jungen Figuren einzulassen. Bei ihm sagen Blicke und Gesten oft mehr als Worte. Bei ihm dürfen die Kinder sensibel sein, ihre schwachen, verletzlichen Seiten zeigen und sich zum Beispiel ganz vertraut über das Weinen – ob aus Trauer oder aus Wut – unterhalten.

  • Belgien/Frankreich/Niederlande 2022
  • Regie: Lukas Dhont
  • mit Eden Dambrine, Gustav de Waele, Émilie Dequenne, Léa Drucker
  • Spieldauer: 104 Min
  • frei ab 12
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