End of Landschaft
Deutschland 2018

End of Landschaft
Regie:
Jörg Rehmann
mit:
Dokumentarfilm
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Spieldauer:
105 min.
 
Seit Beginn der deutschen Energiewende hat es diverse filmische Auseinandersetzungen damit und mit dem Thema Klimaschutz gegeben. Allerdings waren die meisten Kino-Dokumentationen von Anbeginn Produkte, die von beteiligten Branchen finanziell massiv gesponsert wurden. Produktionen zu diesem Thema, die nach journalistischen Kriterien entwickelt wurden, hatten es bislang eher schwer.

Mit "End of Landschaft" liegt nun eine hoch aktuelle, faktenschwere Dokumentation vor, die vollkommen frei und journalistisch produziert wurde. Dennoch ist es kein "Journalistenfilm". Ohne das Ziel des Klimaschutzes persé infrage zu stellen, setzt sie sich mit der "Handschrift der Energiewende" auseinander. Angesichts Kosten, deren Hochrechnungen bis in die Billionen gehen, und angesichts der bisher sehr schlechten Ergebnisse beim deutschen Klimaschutz, ein längst überfälliger Film. Überfällig auch deshalb, weil die Spaltung der Gesellschaft in Stadt- und Landregionen durch das Fortschreiten von energietechnischen Landschaftsveränderungen massiven Widerstand der Landbevölkerung hervorruft. Weder die soziologischen noch die politischen Auswirkungen all dessen wurden von Politik und Medien bislang so recht beleuchtet.

"End of Landschaft" wirft ein solches Schlaglicht auf derlei Prozesse und Dramen, die sich seit Jahren jenseits der Metropolen abspielen. Bei alledem ist der Film jedoch auch unterhaltsam und trotz Mut zur Faktenfülle künstlerisch-cineastisch lohnend.
Am Dienstag, dem 28.05., um 19.00 Uhr, werden wir den Film mit Gästen zeigen. Näheres dazu in Kürze.